SONDERVEREIN GELBE ITALIENER


Sonderverein Gelbe Italiener: Fachtagung mit Tierbesprechungen Aus ganz Deutschland reisten die Züchterinnen und Züchter an


Züchter der gelben Italiener-Rassehühner aus ganz Deutschland kamen zu einer zweitägigen Fachtagung nach Algermissen. Der Sonderverein der gelben Italiener, einer der ältesten Fachverbände auf nationaler Ebene, ist 1894 gegründet worden. Damals begannen auch im Hildesheimer Gänsedorf die großen Zeiten der Erfolge mit dieser Italiener-Wirtschaftsrasse.


Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung hat dieses Legehuhn in die „Rote Liste der gefährdeten Nutztierrassen" aufgenommen. Das aus italienischen Landhühnern herausgezüchtete Legehuhn mit einer hohen, mehrjährigen Legeleistung gab es in Algermissen nach der Gründung des Rassegeflügelzuchtvereins (RGZV) anno 1901 in gelben, rebhuhn- und in goldfarbigen Farbenschlägen.


Mit Gerhard Köhring existiert im Algermissener Verein nur noch ein Züchter dieser inzwischen recht selten gewordenen Rasse in dem gelben Farbenschlag. Seit einem halben Jahrhundert pflegt seine Familie bereits die Zucht. In deren Gartengelände fanden dann auch die Tierbesprechungen anhand eines Alttiere- Zuchtstammes und den diesjährigen Nachwuchstieren statt. _Eine gute Qualität*, so lautete dann auch das Gesamturteil des nationalen Sondervereins-Vorsitzenden Fritz Rüffel aus Offenbach-Queich vor den Augen aller anwesenden Spitzenzüchtern und Experten dieser Rasse.


Die kamen aus Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Bayern, Niedersachsen und sogar aus Kalabrien, die südlichste Region Italiens, für zwei Tage nach Algermissen angereist RGZV-Vorsitzender Hans- Joachim Therburg lobte das Ehepaar Ruth und Gerhard Köhring samt Familie als Gastgeber, deren Engagement die Durchführung dieser bundesweiten Fachtagung mit Tierbesprechungen der alten, traditionellen Hühnerrasse überhaupt ermöglichten.


Heimatpfleger Gerhard Schütte informierte über allerlei Geschichtliches, auch über die zahlreichen Erfolge

und Besonderheiten im Laufe der letzten Generationen mit den Schwerpunkten Rassegeflügel und der

Kleintierzucht in diesem Dorf. Zu Deutschlands Paradezüchtern der gelben Italiener-Hühnern zählten über

Generationen Urgroßvater Christoph und Großvater Franz Bettels. Die stellten den Reichssieger und sind

auch später noch mit zahlreichen nationalen Siegerbändern und dem _Blauen Band" bei den weltweit größten Schauen in Dortmund, Köln und Hannover ausgezeichnet worden. Christoph Bettels fungierte von 1905 bis 1927 als erster Vorsitzender des „Vereins für Geflügel- und Singvögel-Zucht Algermissen und Umgebung". Er ging als Nachfolger vom Initiator und Gründer des Vereins, dem Tierarzt Heinrich Gott aus Lühnde, in die Vereinsgeschichte ein.


Text und Bilder: Gerhard Schütte

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